Verwandte Ratgeber
Dropbox und andere Apps verlangen einen HTTP-/SOCKS-Proxy – was tun?
Aktualisiert
Der Web-Proxy deckt nur den Browser ab. Dropbox, Telegram Desktop, Steam, Cloud-Clients und Entwicklertools sind eigenständige Programme, die keine Browser-Einstellungen lesen, und ihre eingebauten Proxy-Optionen akzeptieren meist nur unverschlüsseltes HTTP oder SOCKS5. Die Realität heute: Ein Proxy muss verschlüsselt sein. Unverschlüsselte Proxys werden in Netzen auf dem chinesischen Festland erkannt und gestört und sind praktisch unbrauchbar; der Web-Proxy von LeoTun ist daher ausschließlich verschlüsselt – und genau den können diese Apps nicht aufnehmen. Die empfohlene Lösung: gar keinen Proxy pro App verwenden. Schalten Sie Hiddify ein, damit der ganze Computer durch den Tunnel läuft, stellen Sie den Proxy jeder App auf „Kein Proxy“ – dann sind alle Apps auf einmal abgedeckt, und lokale Dienste laufen weiter direkt.
Zuerst die Realität: Ein Proxy muss verschlüsselt sein
In Netzen auf dem chinesischen Festland werden unverschlüsselte Proxys (reines HTTP, SOCKS4, SOCKS5) heute erkannt und gestört: Sie verbinden eine Weile, werden dann langsam oder brechen ab, und sie übertragen Ihr Passwort im Klartext. Nur verschlüsselte Verbindungen bleiben nutzbar. Deshalb ist der Web-Proxy von LeoTun ausschließlich verschlüsselt, und wir geben keine reinen HTTP-/SOCKS5-Adressen mehr aus.
Browser-Erweiterungen und Kommandozeilen-Tools unterstützen verschlüsselte Proxys; Apps wie Dropbox bieten nur unverschlüsselte Optionen. Diese Unvereinbarkeit ist der eigentliche Grund, warum ein in der App eingetragener Proxy nicht funktioniert.
Warum eine App trotz eingetragenem Proxy nicht verbindet
- Falscher Typ: Apps wie Dropbox bieten nur HTTP, SOCKS4 und SOCKS5 an, alle unverschlüsselt; unser Proxy muss verschlüsselt sein und lässt sich dort daher nicht eintragen.
- Unverschlüsselte Proxy-Adressen aus dem Netz: Selbst wenn eine eine Weile verbindet, wird sie gestört – ein Proxy, der mal geht und mal nicht, ist schlimmer als keiner.
- Selbst ein korrekter Proxy deckt nur einen Teil der App ab: Viele Apps schicken nur Anmeldung und Synchronisierung darüber, während Updates, Anrufe und LAN-Synchronisierung direkt laufen; UDP-Verkehr für Spiele und Anrufe trägt ein HTTP-Proxy nie.
- Jede App braucht eigene Einstellungen: Ändern Sie Region oder Passwort, müssen Sie jede einzeln anpassen; vergessen Sie eine, funktioniert diese App nicht mehr.
Empfohlen: Hiddify für das ganze Gerät
Ist Hiddify verbunden, übernimmt es das Netzwerk des Computers, und jede App läuft ganz ohne Einstellungen durch den Tunnel – Dropbox, Telegram, Steam und Entwicklertools auf einen Schlag, UDP-Anrufe und Spiele inklusive. Das eingebaute „automatische Split-Routing“ schickt ausländische Dienste wie Dropbox durch den Tunnel, während lokale Apps und Websites direkt laufen.
- Öffnen Sie die Hiddify-Seite dieser Website, laden Sie Hiddify für Ihr System herunter und importieren Sie per QR-Code oder Konfigurations-URL (siehe die Anleitung zum Abo-Import).
- Verbinden Sie im Modus „VPN“ von Hiddify (Standard). Windows fragt beim ersten Mal nach Administratorrechten.
- Stellen Sie den Proxy jeder App zurück auf „Kein Proxy“: in Dropbox unter Einstellungen → Netzwerk → Proxys → „Kein Proxy“ (oder „Automatisch erkennen“); in Telegram Desktop unter Einstellungen → Erweitert → Verbindungstyp → „Keinen Proxy verwenden“. Bei jeder anderen App mit Proxy-Option genauso.
- Kontrolle: Das Dropbox-Symbol in der Taskleiste meldet „Aktuell“, und Dateien beginnen zu synchronisieren; eine Seite, die Ihre IP anzeigt, zeigt die gewählte Region.
Gängige Apps
- Dropbox: Proxy auf „Kein Proxy“ oder „Automatisch erkennen“. Lassen Sie „Manuell“ mit irgendeiner anderen Adresse stehen, bleibt Dropbox offline, sobald Hiddify aus ist.
- Telegram Desktop: Verbindungstyp „Keinen Proxy verwenden“. Ein eigener MTProto-/SOCKS5-Proxy zusätzlich zum Tunnel bremst nur.
- OneDrive, Google Drive, iCloud für Windows: folgen dem Systemnetzwerk – nichts einzustellen.
- Steam, Epic, Battle.net: Downloads und Onlinespiel laufen durch den Tunnel; sind Downloads langsam, wählen Sie eine nähere Region.
- Zoom, Teams, Slack, Discord: Sprache und Video nutzen UDP, das nur Verbindungsarten für das ganze Gerät tragen – deshalb funktioniert über den Web-Proxy zwar der Chat, aber keine Anrufe.
- VS Code, JetBrains, Cursor: Erweiterungsmarktplätze und KI-Assistenten folgen dem Systemnetzwerk; löschen Sie jeden Proxy, den Sie im Tool selbst eingetragen haben. Für die Kommandozeile siehe die Umgebungsvariablen im Linux-Ratgeber.
Wenn Sie keinen Client installieren können (Dienstlaptop, keine Administratorrechte)
- Nutzen Sie die Webversion von Dropbox oder Ihrem Cloud-Speicher über den Web-Proxy im Browser – Hoch- und Herunterladen funktioniert, nur ohne automatische Synchronisierung.
- Kommandozeilen-Tools (git, pip, npm, curl) akzeptieren einen verschlüsselten Proxy: Tragen Sie die Web-Proxy-Adresse in https_proxy ein – siehe den Linux-Ratgeber.
- Andere Desktop-Apps, die nur HTTP/SOCKS5 annehmen, nutzen Sie auf einem Computer, auf dem Sie einen Client installieren dürfen. Installieren Sie auf einem Dienstlaptop kein geräteweites VPN, um das zu umgehen – das löst Sicherheitsalarme im Unternehmen aus.
FAQ
Können Sie mir nicht einfach eine SOCKS5- oder HTTP-Proxy-Adresse für Dropbox geben?
Wir empfehlen Hiddify für das ganze Gerät: Es ist stabiler und deckt alle Apps auf einmal ab. Alle unsere Proxys sind verschlüsselt: Unverschlüsselte werden in Netzen auf dem chinesischen Festland erkannt und gestört und übertragen Ihr Passwort im Klartext, deshalb bieten wir nur verschlüsselte an.
Soll ich bei eingeschaltetem Hiddify trotzdem einen Proxy in der App eintragen?
Nein. Dann läuft der Verkehr doppelt – im besten Fall langsamer, im schlimmsten Fall gar nicht –, und die App bleibt offline, sobald der Tunnel aus ist. Stellen Sie „Kein Proxy“ ein.
Kann nur Dropbox durch den Tunnel laufen und sonst nichts?
Genau das macht das automatische Split-Routing von Hiddify: Ausländische Dienste wie Dropbox und Google laufen durch den Tunnel, lokale Apps und Websites direkt. Einstellungen pro App sind nicht nötig.
Und Dropbox auf dem Handy?
Die mobile App hat keine Proxy-Einstellung. Installieren Sie Hiddify und verbinden Sie sich damit, oder nutzen Sie AnyConnect; nach dem Verbinden läuft jede App durch den Tunnel.
Als wie viele Geräte zählt Hiddify?
Der Computer, auf dem sie läuft, zählt als eines und teilt sich das Kontingent gleichzeitiger Geräte Ihres Tarifs mit den anderen Verbindungsarten; jede App auf diesem Computer ist inbegriffen.
Kann ich stattdessen eine andere Verbindungsart nutzen?
Ja. AnyConnect, „Privat“ (Tailscale) und OpenVPN übernehmen ebenfalls das ganze Gerät – stellen Sie die Apps genauso auf „Kein Proxy“. Hiddify bringt zusätzlich eingebautes Split-Routing mit und ist in Netzen mit Paketverlust schneller.